Lilienopfer – Dein Tod gehört mir

Leo Born
Thriller
erschienen bei Bastei Lübbe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an die Bloggerjury und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

Auftakt einer neuen und spannenden Thriller-Reihe

In Frankfurt fallen mehrere Frauen einem Serienmörder zum Opfer.
Die Leichen werden immer an verlassenen Orten aufgefunden.
Sie wurden aufs brutalste misshandelt und vergewaltigt.
Die nackten Leichen wurden im Nachhinein mit weißen und blutigen Lilienblättern geschmückt.
Alles erinnert an den „Lilienmörder“, der vor 5 Jahren genau nach dieser Art gemordet hat.
Doch der Täter sitzt hinter Gitter.
Das LKA Hessen übernimmt den Fall.
Kommissar Jack Diehl verdankt dem Fall „Lilienmörder“ seine steile Karriere.
Bei der aktuellen Mordserie verzweifelt Jack und der Leiter der Dienststelle Robert Kornfeld .
Alle Spuren laufen ins Leere.
Es kommt sogar der Verdacht auf, dass vor 5 Jahren der falsche Täter gefasst wurde.
Der Profilerin Viola Hendrick fallen Ungereimtheiten auf denen sie nachgeht. Dadurch gerät sie selbst in große Gefahr.

„Lilienopfer – Dein Tod gehört mir“ ist der erste Fall für Jakob Diehl und somit der Start einer neuen Thriller-Reihe von Leo Born.

Schon mit seiner Mara Billinky Reihe hat der Autor große Erfolge gefeiert.
Die neue Reihe mit Jakob Diehl wird dem mit Sicherheit in nichts nachstehen.
Leo Born hat ein Händchen dafür Protagonisten ins Leben zu rufen die ihre Ecken und Kanten haben und nicht mit dem Mainstream schwimmen.

Kommissar Jakob Diehl wird nur Jack genannt.
Er ist der Cowboy im Kommissariat.
Sein Markenzeichen sind seine geliebten Cowboystiefel und sein Handyklingelton „Ring of Fire“.
Auch sonst liebt er Musik von Johnny Cash und sein Kuhflecken-Sofa.

Robert Kornfeld ist der Kommissariatsleiter. Er ist eher der Kumpeltyp, lässt den Chef nicht raus hängen.
Mit Jack verbindet ihn eine Freundschaft.
Robert versucht Jack immer etwas zu bremsen wenn das Temperament mit ihm durchgehen will.

Viola Hendrick ist Profilerin und dazu noch die Ex von Jack.
Viola macht so etwas den Eindruck als wäre sie immer auf Krawall gebürstet.
Als Profilerin hat sie es aber auch nicht einfach so in die Ermittlungen mit eingreifen zu können wie sie gerne möchte.

Berenice Silva Benevides, kurz die Brasilianerin genannt ist Tatortfotografin.
Sie ist neu im LKA und die Mordfälle ihr erster schwieriger Einsatz.
Jack ist nicht nur von ihren Fotos begeistert.

Dass sind die 4 Charaktere die, die LeserInnen in der neuen Thriller-Reihe begleiten werden.
Jeder der Charaktere ist auf seine Weise liebenswert.

Das LKA Hessen ist in Wiesbaden beheimatet.
Die Mordfälle passieren in Frankfurt.
Die Opfer stammen auch alle aus dem Großraum Frankfurt.
Wenn die Ermittler an einem Leichenfundort in Frankfurt ankommen, warte ich immer darauf, dass Mara Billinsky um die Ecke kommt.
Schließlich jagen die Ermittler vom LKA ja in ihrem Revier.
Ich denke, nach dem ersten harten Aufeinandertreffen von Mara und Jack würden die Beiden sich gut verstehen. Vielleicht begeben die die Zwei ja einmal.

Die Mordfälle sind grausam, die Ermittlungen laufen lange ins Leere.
Leo Born spannt seinen Spannungsbogen durch das gesamte Buch.
Zwischendurch lässt der Autor seine LeserInnen in die Gedanken des Täters schauen.
Dabei weiß man weder wer es ist noch ob es die Gedanken des alten oder des neuen Täter sind.
Oder ist es sogar ein und die selbe Person?
Leo Born hat auch mich, mit seinen immer neuen Wendungen, immer wieder auf den Holzweg geschickt.

Das Ende war lange nicht absehbar. Das Buch spannend bis zum Schluss.
Der Thriller hat mich zwei schlaflose Nächte gekostet.

Eine Frage ist noch offen geblieben und so bin ich gespannt wie es mit Jack weitergeht.

Sterbende Seelen

Leo Born
Thriller
erschienen bei Bastei Lübbe
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an die Bloggerjury und den Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.


Spannend und düster

Mara Billinsky ahnt, dass eine nigerianische Bande dabei ist sich in Frankfurt zu etablieren.
Sie hat Kontakt mit einem Kollegen aus Sizilien, wo die Bande schon seit einiger Zeit ihr Unwesen treibt.
In Sizilien erfährt Mara einiges über das Netz aus Drogenhandel und Zwangsprostitution was die Nigerianer spannen.
In Frankfurt versucht Mara die Hintermänner zu finden und muss entdecken, dass die Nigerianer schon weiter vorgedrungen sind als sie gedacht hat.
Auch die Prostituierte Joy ist ein Opfer der Nigerianer, sie konnte fliehen und wird somit zur gejagten.

„Sterbende Seelen“ ist schon der 6. Fall der Mara Billinsky Reihe von Leo Born.
Leo Born ist für mich mittlerweile zu einem Synonym für Spannung geworden. Mit keinem seiner Thriller hat er mich enttäuscht im Gegenteil, die Thriller haben mich regelrecht in Atem gehalten.
So habe ich dem neuen Fall schon entgegengefiebert.

Mara Billinsky ist eine etwas eigensinnige Ermittlerin die sich von der Masse an Ermittlern die es in den zahlreichen Krimis und Thrillern gibt deutlich abhebt. Sie hat Ecken und Kanten, ist stur aber vor allem hat sie Biss. Bei ihren Ermittlungen geht sie bis an die Grenze des Erlaubten und manchmal auch darüber hinaus. Aber deswegen lieben wir sie ja auch.
Durch ihr Äußeres, schwarzgefärbtes Haar, mit Kajal schwarz umrandeten Augen, schwarze Kleider und Tattoos stößt sie bei ihren Mitmenschen oft auf Ablehnung.
Mittlerweile hat sie sich bei der Polizei einen Namen gemacht. Aber nicht alle ihre Kollegen mögen Mara, leider stößt sie gerade in ihrer Abteilung bei einigen noch auf Ablehnung.

Jan Rosen steht Mara von Beginn an zur Seite. Er hält von Anfang an zu ihr. Manchmal habe ich das Gefühl, er bewundert sie für ihren Mut und ihr taffes Auftreten.
Jan Rosen ist eher schüchtern und zurückhaltend. Kurz hatte man das Gefühl er entwickelt sich zu einem mutigeren Polizisten. Doch nach dem Tod seiner geliebten Anyana hat er sich wieder in sein Schneckenhaus zurückgezogen.
Er wirkt melancholisch und einsam.
Leo Born hat einfach kein Mitleid mit Jan Rosen.

Der Handlungsort ist Frankfurt und das ist nicht nur die Stadt von Mara Billinsky sondern auch meine Stadt.
Es gefällt mir gut Mara zu den Schauplätzen ihrer Ermittlungen zu begleiten.
Die Atmosphäre in diesem Thriller ist wie das Wetter, kalt und düster. Das kennt man sonst nur aus skandinavischen Thrillern. Aber Leo Born kann das genauso gut.
Das Buch fesselt von der ersten Seite.
Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger.
Wie oft habe ich gedacht nur noch ein Kapitel und dann….
Schlaf wird eh überbewertet. Ich habe es mir dann lieber mit „Sterbende Seelen“ und einem roten Sizilianer gemütlich gemacht.

Die Mara Billinsky Reihe ist für mich die zurzeit beste deutsche Thriller-Reihe.
„Sterbende Seelen“ wird auch wieder eins meiner Highlights sein, es ist ohne Zweifel der spannendste Thriller den ich in diesem Jahr in Händen halten durfte.

„Sterbende Seelen“ kann man auch lesen, wenn man die ersten Bände nicht kennt. Aber die Sucht wird nicht lange auf sich warten lassen.

Jetzt heißt es wieder warten bis der 7. Band der Reihe erscheint. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels.
Im Februar 2022 erscheint „Lilienopfer“ eine neue Reihe von Leo Born. Ich bin schon sehr gespannt.