Totenklippe

Ragnar Jónasson
Thriller
erschienen im btb Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Helga Augustin
5von 5 Sternen

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannender Island Thriller

Klappentext:
Zwei Tage vor Weihnachten: Die Leiche einer jungen Frau wird unterhalb der Klippen im Norden Islands gefunden – genau an der Stelle, an der vor 25 Jahren ihre tote Mutter und ihre jüngere Schwester gelegen hatten. Als Ari, Polizist in Siglufjörður, den Tatort inspiziert, stellt sich bald die Frage: War es ein Unfall, oder wurde die junge Frau gestoßen? Was wissen die letzten verbliebenen Einwohner des Dorfes? Als Schneefall einsetzt, der Dorf und Klippen in einem unwirklichen Licht erscheinen lässt, kommt Ari einer unfassbaren Tragödie auf die Spur.

„Totenklippe“ ist der 4. Band der Dark-Iceland-Reihe von Ragnar Jónasson.
Musste sich Ari in den vorigen zwei Bänden den Schauplatz mit der Journalistin Isrun teilen, so steht er in diesem Band wieder im Mittelpunkt.

Es ist kurz vor Weihnachten als eine Frau tot aufgefunden wurde.
Es stellt sich die Frage, ist sie von den Klippen gestürzt oder wurde sie gestoßen.
Vor 25 Jahren wurde genau an der gleichen Stelle die Mutter und die Schwester der Frau gefunden.
Tómas bittet Ari um Hilfe da er in Akureyri nicht genug Leute für den Fall hat.

Die Protagonisten sind interessant und aus den vorherigen Bänden schon bekannt.
Der junge Ari aus Reykjavik ist jetzt schon längere Zeit in dem kleinen Ort Siglufjörður.
Auch finde ich hat er eine große Entwicklung durchlebt. Er ist irgendwie reifer geworden.
Aber immer wieder fragt er sich ob er beruflich nicht etwas ändern soll.

Der Fall den Ari zusammen mit Tómas bearbeitet wird interessant erzählt.
Es gibt nur wenige Bewohner in dem kleinen Ort die über die tote Frau berichten können.

Ragnar Jónasson weiß, wie er Spannung aufbauen kann.
Die Atmosphäre in dem kleinen Ort bringt er den LeserInnen sehr gut näher.
Man spürt die Kälte und die Dunkelheit vor Ort bei jedem Atemzug.

Die Erzählweise des Autors ist unterhaltsam, das Tempo manchmal gemächlich ohne langatmig zu sein.

Ich freue mich jetzt auf „Schneetod“, den 5. Band der Reihe der im Mai 2023 erscheinen soll.

Blindes Eis

Ragnar Jónasson
Thriller
erschienen im btb Verlag
Übersetzt aus dem Englischen von Helga Augustin
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar

Zurück in die Vergangenheit

In den 1950er Jahren verschlägt es zwei verwandte Ehepaare an den Hedinsfjödur.
Dort, fern jeder Zivilisation wollen sie einen Bauernhof bewirtschaften:
Nach dem eine der beiden Frauen einen Sohn geboren hat, stirbt die zweite Frau unter rätselhaften Umständen.
Jetzt ist Hédinn, der damals am Hedinsfjödur zur Welt kam ein Foto in die Hände gefallen auf dem ein Teenager zu sehen ist.
Die zwei Ehepaare scheinen also nicht alleine auf ihrem Hof gewesen zu sein.
Hédinn bittet Ari, den Polizist in Siglufjörður Licht ins Dunkel zu bringen.
Ari der Siglufjörður nicht verlassen kann da der Ort wegen einer Infektionskrankheit unter Quarantäne steht, bittet Isrún, eine Journalisten aus Reykjavík um Hilfe.
Isrún, die selbst an einem Fall von Kindesentführung und Mord recherchiert, ist bereit Ari zu helfen.
Können Ari und Isrún herausfinden wer der Teenager auf dem Foto war und was damals am Fjord wirklich passiert ist?

„Blindes Eis“ ist der 3. Band der Dark-Iceland-Reihe von Ragnar Jónasson.

Die Geschichte hat mehrere Handlungsstränge die am Anfang unabhängig voneinander zu sein scheinen.
Ari beschäftigt sich mit dem Tod einer Frau in den 1950er Jahren.
Der Fall wurde damals als Unfall eingestuft.
Doch jetzt scheint es neue Hinweise zu geben.

Die Journalistin recherchiert an einem Fall von Kindesentführung und an einem tödlichen Unfall mit Fahrerflucht.
Ihre Recherche gehen bis in die hohen politischen Kreise.


Die Protagonisten sind interessant und aus den vorherigen Bänden schon bekannt.

Der junge Ari aus Reykjavik ist jetzt schon längere Zeit in dem kleinen Ort Siglufjörður.
Die Beziehung zu seiner Freundin Kristin scheint wieder aufzuleben.

Thómas, der Polizeiwachtmeister der darunter, dass seine Frau zum studieren nach Reykjavik gezogen ist, spielt mit dem Gedanken in Siglufjörður alles aufzugeben und zu seiner Frau nach Reykjavik zu ziehen.

Der Fall den Ari bearbeitet wird interessant erzählt.
Es ist nicht einfach zu erfahren was damals am Fjord passiert ist. Von den zwei Ehepaaren lebt niemand mehr.
Aber auch die Fälle für die Isrún recherchiert sind spannend erzählt.
Schnell ahnt sie, dass die Fälle viel größere Ausmaße haben als gedacht.

Ragnar Jónasson weiß, wie er Spannung aufbauen kann.
Der Autor führt gekonnt die losen Enden der Handlungsstränge zusammen.
Die Atmosphäre in dem kleinen Ort bringt er den LeserInnen sehr gut näher.

Man spürt die Kälte und die Dunkelheit vor Ort.
Man ahnt aber auch wie schön die Landschaft sein kann.

Die Erzählweise des Autors ist unterhaltsam, das Tempo manchmal gemächlich ohne langatmig zu sein.

Ich freue mich jetzt auf „Totenklippe“, den 4. Band der Reihe der zeitgleich mit dem 3. Band in Deutschland erschienen ist.

Todesnacht

Ragnar Jónasson
Thriller
erschienen im btb Verlag
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannende Ermittlungen im Norden Islands

Der junge Polizist Ari bekommt es im idyllischen Fischerdorf Siglufjörður mit einem Mord zu tun.
Elías Freysson, wurde im Skagafjrđur erschlagen aufgefunden. Da er seinen Wohnsitz in Siglufjörður hat wird die dortige Polizei um Unterstützung bei den Ermittlungen gebeten.
Das Opfer arbeitete am Bau eines Tunnels und hat auch noch private Aufträge angenommen.
Elías Freysson war beliebt und hatte viele Freunde. Doch je weiter die Polizei in seinem Umfeld ermittelt werden sie mit Gewalt und Menschenhandel konfrontiert.

„Todesnacht“ ist der 2. Band der Dark-Iceland-Reihe von Ragnar Jónasson.
Die Reihe wurde schon einmal vom S. Fische Verlag in Deutschland veröffentlicht.

Die Protagonisten sind interessant und aus dem ersten Band schon bekannt.
Der junge Ari aus Reykjavik ist schon seit fast zwei Jahren in dem kleinen Ort Siglufjörður.
Er leidet immer noch unter der Trennung von seiner Freundin Kristin.
Auch seine Kollegen haben persönliche Probleme.
So leidet Thómas, der Polizeiwachtmeister darunter, dass seine Frau zum studieren nach Reykjavik gezogen ist. Manchmal sieht es fast so aus als wolle Thómas ihr folgen und Ari als seinen Nachfolger einsetzen.
Aris älterer Kollege Hlynur bekommt seit einiger Zeit Drohmails und konzentriert sich kaum noch auf seine Arbeit.
Er wird zusehend unzuverlässiger.

Der Fall wird spannend und interessant erzählt.
Je tiefer die Ermittlungen im Umfeld des Opfers eindringen so klarer wird, dass Elías Freysson nicht so ein freundlicher Kumpeltyp war vermutet.
Die Frage ist nur in was er verwickelt war.

Es gibt verschiedene Handlungsstränge die nur lose miteinander verbunden sind.
Die Redakteurin Isrún setzt alles daran um in diesem Fall recherchieren zu können.
Sie stürzt sich in das Umfeld des Opfer, ist aber gleichzeitig müde und erschöpft. Es gibt Rückblenden in die Vergangenheit von Isrún. Nur was belastet die Frau so?

Ein junges Mädchen wird von Elias aus Nepal nach Island gebracht. Dem Mädchen wurde ein Job in einem Hotel versprochen. Voller Hoffnung auf ein besseres Leben verlässt das Mädchen ihr Elternhaus und ihre Heimat.

Ragnar Jónasson weiß, wie er Spannung aufbauen kann.
Der Autor führt gekonnt die losen Enden der Handlungsstränge zusammen.
Die Atmosphäre in dem kleinen Ort bringt er den LeserInnen sehr gut näher.

Schon der erste Band hatte mir gut gefallen. Den zweiten Band finde ich persönlich noch spannender.
Auch das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen.
Eine Frage bleibt allerdings offen und ich warte schon gespannt auf den dritten Band.