Eierlikör und Giftmischerei

Kerstin Mohr
Kriminalroman
307 Seiten
erschienen bei Kerstin Mohr
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an Kerstin Mohr für das Rezensionsexemplar

Krimi mit Spannung und Humor

Klappentext:
Die rüstigen Rentnerinnen Loni und Anneliese proben mit der Mühlbacher Theatergruppe für ihr neues Stück ‚Zwei Frauen und ein Todesfall‘.
Doch bevor der Vorhang sich hebt, stirbt unter mysteriösen Umständen ein Mitglied der Gruppe. Mit ihrem scharfen Verstand und ihrer unerschütterlichen Neugier begeben sich Loni und Anneliese an die Lösung des Falls. Dabei fördern sie mehr Verdächtige zutage, als ihnen lieb ist. Bis eine unerwartete Wendung Loni in den Mittelpunkt der polizeilichen Ermittlungen rückt.
Will jemand absichtlich den Verdacht auf sie lenken?

„Eierlikör und Giftmischerei“ ist der 2. Fall für Loni und Anneliese von Kerstin Mohr.
Die einzelnen Bände sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und gefallen mir sehr gut.
Im Mittelpunkt steht die Mühlbacher Theatergruppe. Jedes Jahr führen die Hobby-Schauspieler ein Theaterstück auf. Noch während der Proben wird Herbert, ein Mitglied der Gruppe ermordet. Die Freundinnen Loni und Anneliese, beides Rentnerinnen und Hobbyermittlerinnen nehmen sich dem Fall an. Schon vor einem Jahr haben sie erfolgreich einen Fall gelöst. Mit ins Boot holen sie den pensionierten Kriminalbeamten Julius. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf mehr Verdächtige als sie brauchen können. Da ist Ortwin der Nachbar von Herbert. Die Beiden liegen schon lange im Streit. Ortwin hat sogar einen großem Gartenzwerg in seinem Garten aufgestellt der mit seinem Stinkefinger auf Herberts Grundstück zeigt.
Dann gibt es da Magda aus der Theatergruppe. Sie macht sich schon lange Hoffnung auf Herbert die aber immer wieder zerschlagen wird. Edith ist die neue Freundin die Herbert durch eine Partnervermittlung für Senioren kennengelernt hat. Auch Edith kommt den Hobbyermittlern verdächtig vor. Oder war es jemand von den Umweltaktivisten die gegen die Windräder sind, die Herbert auf einem seiner Felder aufstellen lässt.

Kerstin Mohr führt ihre Charaktere gekonnt durch die Geschichte. Mir gefallen die aktiven Rentner sehr gut. Mit Ernst und auch mit Humor ermitteln die Rentnerinnen. Dabei legt die Autorin immer wieder Spuren die auf einen Täter hinweisen sich aber doch wieder zerschlagen. Durch die Wendungen die Kerstin Mohr immer wieder in die Geschichte einbaut ist es schwer dem Täter auf die Spur zu kommen.
Das macht den Krimi spannend. Die Autorin lockert die Geschichte immer wieder durch ihren gut eingesetzten Humor auf.
Dabei ist ihr Schreibstil flüssig und gut verständlich.

„Eierlikör und Giftmischerei“ hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es ist ein echter Wohlfühlkrimi.



Die Möwen von Fehmarn Mord am Südstrand

Rebecca Schulz
Kriminalroman
erschienen bei BoD
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an Rebecca Schulz für das Rezensionsexemplar

Tierisches Lesevergnügen

„Unsere Sonnentag am Südstrand sind vorbei“ sagt Mattis als die Möwengang eine ermordete Möwe findet.
Kriminalhauptkommissar Henks von der Entenpolizei ermittelt.
Und auch die fünf Möwen der Möwengang jagen den Mörder.

„Die Möwen von Fehmarn – Mord am Südstrand“ von Rebecca Schulz ist ein tierisches Lesevergnügen.

Im Mittelpunkt stehen die 5 Möwen der Möwengang „Die Wilden“.
Mattis der Klugscheißer und Anführer der Gang.
Er ist eine reinrassige Möwe aus dem edlen Clan der Silbermöwen.
Aus der Ferne schmachtet er immer noch seine Ex-Freundin Svea an.

Berti heißt eigentlich Fridbert.
Er ist eine reinrassige Mantelmöwe und isst am liebsten warme Brötchen.

Piet wird Langfeder genannt.
Er ist eine reinrassige Lachmöwe und spiet am liebsten „Mensch ärger dich“.

Haui heiß eigentlich Hauke-Hinnerk und er rennt gerne mit dem Kopf durch die Wand.
Er ist eine reinrassige Zwergmöwe.

Fiete wird Kleiner genannt und ist der Neuling in der Gang.
Er ist eine reinrassige Silbermöwe.

Alle haben als Erkennungszeichen ein Abzeichen einer Herzmuschel unter dem Schwimmfuß.

Die Möwen lieben es den Urlaubern die Brötchen aus der Hand zu reisen, das hat mich an eine Dokumentation erinnert wo einmal davon berichtet wurde.
Auch sonst benehmen sie sich wie Lausbuben und man vergisst manchmal beim lesen völlig dass es sich ja um Möwen handelt.

Rebecca Schulz erzählt die Geschichte mit einer ordentlichen Portion Humor.
Die Figuren haben alle einen besonderen Charakter.
Da gibt es nicht nur die Möwengang sondern auch den Ältestenrat, die Entenpolizei und allerlei andere gefiederte Protagonisten.

„Die Möwen von Fehmarn Mord am Südstrand“ ist ein leichter und humorvoller Krimi den man in einem Zug weglesen kann.
Am besten in einem Strandkorb an der Nordsee.

Tödlicher Inselfrühling

Christoffer Holst
Kriminalroman
erschienen im Heyne Verlag
Meine Bewertung:
4 von 5 Sternen

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar

Spannung und Humor gut miteinander vereint

Es wird Frühling in Schweden.
Das bedeutet für Cilla. dass sie sich mit ihren Freunden wieder in ihrem Schrebergarten auf Bullholmen treffen kann.
Von ihrem Garten aus kann Cilla das gegenübergelegene Ufer sehen.
Dort beobachtet sie ein Paar auf einer Terrasse als was unglaubliches passiert.

„Tödlicher Inselfrühling“ ist der 4. Band der Cilla-Storm-Reihe von Christoffer Holst.

Die Protagonisten sind toll, alle etwas überzogen aber das macht den Witz an dem Krimi aus.

Cilla eine Journalistin und von Natur aus neugierig gefällt mir sehr gut.
Ihre Freundin Rosie eine pensionierte Kriminalbeamtin ist von Natur aus misstrauisch.
Auch sie gefällt mir gut. Die zwei sind ein gutes Team.

Auch Adam, mit dem Cilla mittlerweile in einer gefestigten Beziehung ist, ist sehr sympathisch.
Ich finde die Beiden passen gut zusammen.

Dann natürlich noch das Pärchen Zacke und Jonathan, sie sorgen immer für ein Schmunzeln. Die Beiden habe ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen.

In diesem Buch kommt noch Julia mit dazu. Eine Autorin die, die Ruhe in den Schären nutzen möchte um ihr Buch über Wein zu vollenden.

Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt.
Zwischendurch führen einzelne Kapitel immer wieder in das Jahr 1968 zurück.
Immer neue Puzzleteile lassen die LeserInnen langsam hinter das Geheimnis kommen.

Mit Witz lockert Christoffer Holst die Geschichte immer wieder auf und zaubert seinen LeserInnen beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig. Es gibt einige Spannungselemente und wie kann es anders sein wenn Zacke in seinem Element ist auch einiges für Feinschmecker.

Ich fand es schön einmal einen witzigen und unterhaltsamen Krimi zu lesen bei dem nicht das Blut aus dem Buch tropft

Die Cilla Storm Reihe dürfte jetzt wohl beendet sein. Es waren 4 unterhaltsame, spannende und gleichzeitig humorvolle Bücher die ich gerne gelesen habe.