Der andere Arthur
Liz Moore
Roman
377 Seiten
erschienen bei C. H. Beck
Übersetzt aus dem Englischen von Cornelius Hartz
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an NetGalley für das Rezensionsexemplar
Einsamkeit und Freundschaft
Klappentext:
Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.
„Der andere Arthur“ von Liz Moore ist ein Roman über zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und über Freundschaft.
Nach dem Bestseller „Der Gott des Waldes“ war ich auf dieses Buch sehr gespannt.
„Der andere Arthur“ ist so ganz anders als „Der Gott des Waldes“ aber auch wieder ein Roman, der mich total begeistert hat.
Die Geschichte bringt den Leserinnen zwei Charaktere näher. Es fängt mit dem 58jährige Arthur Opp an. Er war einst Literaturprofessor, jetzt hat er sein Haus schon seit Jahrzenten nicht mehr verlassen. Er wiegt mittlerweile 250 Kilo, alles, was er zum täglichen Leben benötigt, bestellter er online. Die Lieferdienste geben sich die Klinke in die Hand. Arthur lebt völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Den einzigen Kontakt, den er hat, ist eine frühere Studentin. Der Kontak findet mittlerweile aber auch nur noch schriftlich statt. Für Arthur ist es schon anstrengend nur bis zu seiner Haustür zu gehen. Es fing an mit einer Esssucht, die er entwickelt hat. Mit zunehmender Körperfülle kam die Scham dazu und so har er sich eingeigelt und immer weiter an Gewicht zugenommen. Nachdem die Leserinnen Arthurs Geschichte kennengelernt haben, wird es zu Kels Geschichte.
Kel ist 17 Jahre und lebt nur 30 Kilometer von Arthur entfernt. Er hat es im Leben nicht leicht gehabt. Jetzt möchte er einen Schulabschluss machen und vielleicht ein Stipendium bekommen.
So richtig lässt auch Kel niemand an sich ran. Er ist unsicher und zerrissen. Auch seine Mutter hat keinen Zugang zu Kel. Seine Mutter ist die Studentin, die immer noch eine Verbindung zu Arthur hat.
Was passiert, wenn man versucht, beide Außenseiter zusammenzubringen?
Liz Moore beschreibt beide Charaktere auf eine grandiose Art. Ich konnte mich in beide hineinversetzten.
Da ist Arthur der sich in einem Teufelskreis befindet, aus dem er allein nicht mehr rauskommt. Da er völlig allein lebt, gibt es auch keine Chance auf Hilfe.
Dann ist da Kel, der auch anfängt sich abzukapseln. Er liebt den Sport und hat seine Freunde aber der Traum vom Schulabschluss scheint zu platzen.
Liz Moore, beschreibt die jeweilige Situation ihrer Charaktere so, dass man sie gut verstehen kann.
Wie die beiden zusammenfinden und was Freundschaft bewirken kann, dass möchte ich hier nicht verraten, das sollte jeder selbst lesen.
Liz Moore hat mich mit dieser Geschichte wieder einmal begeistert. Ich wurde wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut verständlich.
Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie es nur geht. Doch ich habe schnell einen Zugang zu Arthur, wie auch zu Kel bekommen.
„Der andere Arthur“ ist ein Roman über Einsamkeit und Freundschaft. Ich habe das Buch gerne gelesen.

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