Die Bestie von Dresden
Frank Goldammer
Historischer Kriminalroman
349 Seiten
erschienen im dtv Verlag
Meine Bewertung:
5 von 5 Sternen

Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar
Krimi und historischer Roman spannend verknüpft
Klappentext:
Der sonnige Mai 1883 wird für die Dresdner zum Schreckensmonat: Aus dem Zoologischen Garten soll ein Tiger ausgebrochen sein und die Stadt unsicher machen. Zeitgleich treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der es offenbar auf die Söhne und Töchter reicher Bürger abgesehen hat. Ein äußerst heikler Fall für Kriminalrat Gustav Heller und seinen Assistenten Schrumm. Als ihr Verdacht auf einen Ex-Zuchthäusler fällt, werden sie sofort von dessen ehrgeizigem Anwalt unter Druck gesetzt. Zu Hellers großem Ärger mischt sich auch der vom Zoo wegen des Tigers um Hilfe gebetene Wildtierexperte namens Karl May immer mehr in die Polizeiarbeit ein. Während das Raubtier noch frei herumläuft, geschieht ein weiterer Mord an einer jungen Frau.
„Die Bestie von Dresden ist der 3. Band der Kriminalrat Gustav Heller Reihe von Frank Goldammer.
Der Autor entführt seine Leser*innen nach Dresden in das Jahr 1883.
Im Mittelpunkt steht Gustav Heller, der Großvater von Max Heller aus der Bestseller-Reihe Max Heller.
Gustav Heller ist ein sehr starker Mann mit einem großen Gerechtigkeitsgefühl. Er kann aber auch manchmal ganz schön aufbrausend sein.
Nur sein Assistent Adelbert Schrumm und seine Frau Helene wissen ihn zu nehmen.
Mit seinem Sohn Albert ist er sehr streng. Natürlich möchte er nur das Beste für Albert, aber das erkennt man nicht immer. So hat Albert auch sein Elternhaus verlassen und lebt bei den künftigen Schwiegereltern in eher einfachen Verhältnissen.
Seine Tochter Johanna hingegen vergöttert er, was daran liegt, dass Johanna eine angeborene Herzschwäche hat und ihr Zimmer nur selten verlassen kann.
Es fängt damit an, dass in Dresden aus dem Zoo ein Tiger entlaufen ist. Die Bevölkerung ist in Aufruhr. Auch Gustav Heller und seine Leute sichern das betroffene Gebiet ab, der Tiger allerdings lässt sich nicht Blicken.
Dafür gibt es Opfer eines Mörders. Nach und nach tauchen tote Jugendliche, aus gutem Hause auf. Gustav Heller hat wechselnde Verdächtige und verschiedene Theorien. Beweise hat er allerdings nicht.
Gekonnt hat Frank Goldammer die Zeitenwende geschafft und geht jetzt schon mit dem 3. Band seiner neuen Krimireihe zurück zu Gustav Heller.
Auch wenn Gustav Heller etwas schwierig ist, finde ich ihn als Protagonist sehr interessant.
Er hat sehr innovative Gedanken darüber, was die Ermittlungen erleichtern könnte.
Die Polizei und die Spurensicherung waren zu dieser Zeit lange nicht so ausgerüstet wie heute.
Interessant ist auch die Beschreibung von Dresden im Jahr 1883. Die Fortbewegung war, wenn nicht zu Fuß, dann mit Pferd oder Kutsche. Der Zoo in Dresden war zu dieser Zeit hoch verschuldet. Von dem neuen Tiger versprach man sich mehr Publikum. Doch der war erst einmal entlaufen. Als Kenner von Großtieren und als Berater tritt in diesem Band Karl May auf.
Frank Goldammer hat mich wieder einmal mit seiner Geschichte begeistert.
Er beschreibt die Handlungsorte sowie die Zeit der Handlung sehr eingängig. Man kann sich schnell ein Bild davon machen.
Sein Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin.
Als treue Leserin der Max-Heller-Reihe hat mich die Gustav Heller Reihe gleich mit ihrem 1. Band in ihren Bann gezogen.
Ich bin auch bei „Die Bestie von Dresden“ wieder schnell tief in die Geschichte eingetaucht.
Jetzt freue ich mich, wenn es einen neuen Fall für den Kriminalrat Gustav Heller geben wird.

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